PRODUKTIONEN

PAPUSHA

Die Gipsy Operette

 

Nach drolligen Geschichten von Heinrich Hoffmann und anderen grausigen Erzählungen 

Eines Tages findet ein Jäger im Wald ein Kleinkind inmitten eines Wolfsrudels. Und weil er ein guter Jäger ist und all` die freundlichen Jäger aus Märchen schätzt, übergibt er das Kind einem Heim. Keinem schönen Heim. Mit keiner freundlichen Heimleitung. Man weiß ja nun, wie die so sind – aus den Märchen! Eine Zeit lang lebt das Mädchen unglücklich in dem Heim und ist der Willkür der Heimleitung ausgesetzt. Eines Tages aber gelingt ihm die Flucht und es schließt sich umherziehender Zigeuner an. Wegen ihrer großen Augen und hellen Haut wird sie bald von den Zigeunern „PAPUSHA“ genannt, was Puppe bedeutet. Papusha wächst bei dem Volk auf und lernt die Kunst der Musik, des Geschichtenerzählens und -  der Magie.

Mit ihrer Sippe und einem Wagen voller Puppen reist sie umher und erzählt die Geschichten ihrer geheimnisvollen Puppen. Wilde und weise Geschichten über unartige Kinder und böse Menschen, denen allerlei Unheil zustößt. Und da sie nie vergisst, was ihr in der Kindheit widerfuhr, wird sie selbst bald mit ihren Geschichten zum Schrecken der Menschen, denn es heißt, die Seelen der „Unartigen“, die ihren Erzählungen lauschen, werden in den Körpern von Papushas Puppen auf ewig gefangen sein ...
In der 5. Produktion des Charolija Theaters erweckt „Papusha“ Kindheitserinnerungen zum Leben und führt auf eine Reise durch das Mysterium des Geschichtenerzählens und den Zauber der Zigeunermusik. Papusha ist eine moderne Gipsy Operette, mit viel Humor, großer Lust an der Übertreibung und der großen Geste. Vor allem aber ist es ein Abend der unbändigen Lust an Theater und großartiger Musik.

 

Regie & Konzept: Rada Radojcic
Mit: Birgit Götz, Till Jedan, Rada Radojcic
Akkordeon: Dragan Mitrovic, Geige: Mihail Anton
Kostüm & Bühnenbild: Snezana Veljkovic, Marija Jurkovic, Maske: Jasmin Klein 
Musikalische Leitung & Kompositionen: Gipsy Pearls



 

 


 

 

MAKAR TSCHUDRA - a gipsy tale

Ein musikalisches Märchen nach Maxim Gorki

 

 

Maxim Gorkis erste Erzählung Makar Tschudra von 1892 erzählt die vergebliche Suche der Zigeunerin Radda nach Liebe und Zweisamkeit. Größer als diese Suche ist allerdings der Freiheitsgedanke der antibürgerlichen Lebensformen der Zigeuner. Die Liebe scheitert am Leben und das Leben an der Liebe. Ein modernes Märchen von heute über eine Kultur, die sich permanent neu erfinden muss und doch so viele traditionelle Reichtümer bietet.

Kraftvolle, epische Worte und musikalische Neuinterpretationen alter Klänge der Gipsy-Kultur verschmelzen zu Bildern und Wahrnehmungen ganz eigener, poetischer Art.

Makar Tschudra – a gipsy tale möchte vermitteln und verzaubern. Zwischen den Welten. Als Kunstprojekt, als musikalisch-textlicher Versuch der Schönheit von Bildern, Sprache und Musik. Unabhängig von Klassen, Rassen und bürgerlichen Falschvorstellungen des Lebens.

Ein Versuch über das Leben an sich. Eine Hommage an die Freiheit. Zwischen den Kriegen und frei vom Betrug am Leben. Wahr und ehrlich. Poetisch verzaubernd.

 

Lernen und lehren, sagst du? Kannst du denn lernen, die Menschen glücklich zu machen? Nein, das kannst du nicht ... Was kann man Menschen überhaupt beibringen? Jeder weiß selbst, was er braucht.Maxim Gorki „Makar Tschudra“ (1892)

 

 

 

Regie : Rada Radojcic,  Jens Wachholz

Mit:      Rada Radojcic, Jens Wachholz, Dragan Mitrovic und Miki Vukovic 

 

 

 

 

 

 

ENDSTATION PASTA

Von Jean-Michel Räber

 

 

Arthur, ein ehemaliger Haarwasserverkäufer, kocht in freudiger Erwartung seiner Verabredung "Spaghetti Bolognese". Während er auf sein „Rendezvous" Helga wartet, schnibbelt er Gemüse und schwadroniert über das Leben an sich. Dabei schlüpft er immer wieder in andere Rollen. Ein verführerischer Duft genügt - und schon flüstert er in Paris einer zauberhaften Französin betörende Worte ins Ohr. Ein Küchenmesser versetzt ihn in die Mafiahöhle Chicagos und kaltgepresstes Olivenöl weist ihm den direkten Weg nach Palermo. Von schlechten Köchinnen verfolgt, sieht die „Endstation Pasta" für Arthur eher verkocht und klebrig aus als wie geplant ‚al dente'.

In kabarettistisch-unterhaltsamer Form folgt dicht an dicht ein kulinarischer Persönlichkeitswechsel nach dem anderen.

 

Rada Radojcic inszeniert diesen vielseitigen, unterhaltsamen Monolog aus der Sicht der Tragödie des kleinen Mannes.

Jens Wachholz spielt den an die Grenzen der Verzweiflung kochenden und träumenden ehemaligen Haarwasserverkäufer Arthur.

 

Mit: Jens Wachholz         Regie: Rada Radojcic

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

CAFÉ INTERNATIONAL

ein nostalgischer Schlagerabend

 

 

Das Café International ist Geschichte! Zwischen McDonalds, Starbucks, aufgemotzten Frischsaftpressläden oder überflüssigen Drogeriemärkten in modernster Aufmachung bleibt für einen kleinen Rückzugsort wenig Platz. Currywurst und Pils haben ebenso ausgedient wie holzgetäfelte Wände und Fenster mit vollgequalmten Gardinen. Ein letztes Mal noch spielt die alte Wurlitzer die Schlager von früher. Ein letztes Mal noch wird in Erinnerungen voll verklärter Nostalgie geschwelgt.Nach dem Motto „Früher war alles besser - auch die Zukunft“, nimmt uns das Charolija Teatar mit auf eine unterhaltsame, aber auch kritische Zeitreise in die Welt alten Schlagers.Aus aller Welt kamen Gäste ins Café International, und manchmal blieben sie über Jahre treue Kunden und bereicherten mit ihren Geschichten und Liedern das kleine, große Café.

 

Schön war die Zeit! Und wir erzählen sie nach, die Geschichte einer vergangenen Kultur, in einer Reise der Erinnerung und auch der musikalischen Verklärung.

 

Es spielen Rada Radojcic und Jens Wachholz

 

 

 

DREI WORTE NUR

Musik und Liebe zum Ende der goldenen 20er

 

 

Trotz beginnender Weltwirtschafskrise laufen die Vorbereitungen für die Silvestergala im Ritz auf Hochtouren. Für das Künstlerpaar Lilly und Willy wird es der krönende Abschluss ihrer Tournee, bevor sich ihre Wege trennen.

Während sie in der Garderobe sitzen, mit Lampenfieber und Kostümen kämpfen, lassen sie ihre gemeinsame Geschichte von Liebe, Glück, Eifersucht, Zank und Musik Revue passieren.

 

Mit Schlagern von Marika Rökk, Marlene Dietrich, Zarah Leander und Heinz Rühmann bis zu Lilian Harvey und Willy Fritsch, einem der Traumpaare der deutschen Musikkomödien der 20er Jahre, führt Sie das Charolija Teatar beschwingt durch den musikalisch-theatralischen Abend.

 

Till Jedan und Rada Radojcic sind seit vielen Jahren als Schauspiel-Team perfekt aufeinander abgestimmt. Abgerundet wird die Revue durch den Akkordeon-Virtuosen Dragan Mitrovic.

 

Wer wird am Ende mit wem und wohin gehen?

 

Konzept & Regie: Rada Radojcic

Mit: Till Jedan, Dragan Mitrovic, Rada Radojcic

Musikalische Leitung: Dragan Mitrovic

Maske: Jasmin Klein

Kommunikation: Bianca Pallwitz

 

EUROPA EXPRESS

 

Auf eine musikalische Reise durch Europa schickt Sie das CHAROLIJA Ensemble! Nehmen Sie Platz und lassen Sie sich in ferne Länder entführen und von großen Städten und anderen Kulturen berichten…

Tauchen Sie ein in künstlerische Landschaften und Geschichten von Heim- und Fernweh -dem zentralen Thema des Stückes und wichtigen Schwerpunkt in der interkulturellen Arbeit des CHAROLIJA TEATAR. Eine bunte Melange aus Geschichten, Chansons, Schlagern der 1910er bis 1960er sowie Gipsy-Swing-Ethno-Klängen des Akkordeons, laden Sie ein zum Lachen und

Träumen.

„Welcome, Bienvenue, Willkommen, bald geht die Reise los, eine Zugfahrt im Europa Express,

  ja die ist famos ...“

 

 

Regie und Konzept: Rada Radojcic 

Mit: Till Jedan, Dragan Mitrovic und Rada Radojcic

DIE GRÜNE FEE
Ein Abend über die Kunst der 20er Jahre

 

Wohl keine Epoche des 20. Jahrhunderts war so berückend kreativ, infrage stellend und unruhig wie die Zeit zwischen den Kriegen. Gerade die oft zitierten goldenen Zwanziger, die geprägt von Massenvernichtung einerseits und Überlebensmut andererseits waren, gelten  als wohl die avantgardistischste und modernste Dekade des vergangenen Jahrhunderts. Die grüne Fee  greift den kreativen Wahnsinn auf und präsentiert einen Abend zwischen Absinthtaumel und musikalischer Ekstase. Nehmen Sie Platz auf den Diwanen der 20er Jahre, spazieren Sie durch die politischen Wirren der jungen Weimarer Republik und lauschen Sie den Texten und Liedern der Moderne. Erleben sie überraschend neue Arrangements typischer Gassenhauer, eigens vertonte Texte dieser Epoche und eine –hoffentlich- neue und differenzierte Sichtweise auf die Zeit zwischen Republik und Diktatur.  Amüsant, spannend und verdrängend vergnüglich.

 

Regie :  Jens Wachholz

Mit:       Rada Radojcic, Till Jedan, Stefan "Pele" Götzer, Steffen Haas und  Michael Gopon                                                  

 

 

 

 

 

PIPAPO

Eine Hommage an Georg Büchner

 

 

Drei Insassen der Nervenheilanstalt “Casa Blanca“ proben zum Jahreswechsel eine Collage aus Georg Büchners Schriften, Texten und Stücken. Unter Anleitung von Professor Karl Ludwig Büchner entstehen nach langen Probenprozessen Szenen, Lieder und Begegnungen der vier sehr unterschiedlich strukturierten Typen. Zwei Frauen und zwei Männer im Bemühen Büchner in seiner Suche nach innerer und äußerer Freiheit nahe zu kommen. Es entsteht ein Feuerwerk aus theatralischen und inhaltlichen Szenerien, die an Skurrilität und Heiterkeit dem jubilierenden Anlass entsprechend ausfallen. 199 Jahre Büchner und Silvesterstimmung an einem Abend. Mehr geht nicht.

 

„Ein neues Lied, ein besseres Lied, oh Freunde will ich Euch dichten, wir wollen hier auf Erden schon das Himmelreich errichten.“ Wie Heinrich Heine gilt auch Büchner als Visionär, als Träumer gar, als Phantast. In genau diesem Bereich der Wahrnehmung fängt Leben an jenseits von Kritik und Ratio. Es gilt zu träumen und trotzdem zu leben. Wie immer auch das Leben ist. 

 

PIPAPO - Eine Hommage an Georg Büchner zeigt Charolija Teatar erstmals in der Begegnung mit einem klassischen Text. Dieser soll nicht zynisch sein, sondern eine Widmung an die Fragen des menschlichen Seins, der physischen und psychischen Abgründe; ein Abgesang auf die Moderne und ein sinnlicher Genuss auf der Bühne des Lebens. Fragend, suchend, lebendig und schön. Charolija. 

 

Regie und Konzept:  Rada Radojcic und Jens Wachholz

Mit: Till Jedan, Birgit Götz, Jens Wachholz und Rada Radojcic

 

 

 

 

 

 

„Liebe gute Papusha, sieh mich nicht so böse an,
stecke deine Puppe ein, ich will auch immer artig sein.“ 

IDEM - sag mir wer du bist
Ein Versuch über die Bedeutung des Eigenen

 

Zwei Schwestern-Zwillinge- auf der Suche nach Ihrer Identität. So unterschiedliche Zwillingsschwestern hat man selten gesehen; im gemeinsamen Erinnern an die Kindheit und das Erwachsenwerden geraten die beiden Protagonistinnen in immer tiefere und verzwicktere Fragen des eigenen Ichs. Die beiden ungleichen Zwillinge begeben sich auf eine Reise ins eigene Unterbewusstsein, in ihre eigenen Erlebnisse und Erkenntnisprozesse.

Sie werden zu Kindern, grausamen Pubertierenden und unreifen Erwachsenen. Es gibt keine Identität ohne den anderen. Es gibt nur einen Sinn, wenn es ein Gegenüber gibt.

Rada Radojcic und Birgit Götz begeben sich in einer furiosen Performance, in aberwitziger und gekonnter Manier auf die Suche nach tatsächlicher Selbstbestimmung.

Sind wir nur, weil uns ein anderer wahrnimmt? Oder sind wir,was aus uns gemacht wird? Können wir uns selbst erfinden?

 


„Sag, Du bist ich, da du mich siehst. Und Du siehst, was ich selbst nicht sehe. Sag, was mir fehlt, ist jenes Ich, dass Du in mir siehst“ (Urs Jaeggi)                                                 

 

 

 

 

 

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